Strukturierte Fortbildung: Funktionelle Myodiagnostik (FMD)

Moderatorin

Kursbeschreibung

Obwohl die diagnostischen Möglichkeiten in der Medizin ständig verbessert und erweitert werden, stoßen wir dennoch häufig sowohl in der Allgemeinmedizin als auch in der Zahnmedizin an Grenzen allgemein üblicher Diagnostik.
FMD ist eine ergänzende diagnostische Methode, die helfen kann, Ursachen von Erkrankungen auf den Grund zu gehen und funktionelle Zusammenhänge zu erkennen. Diese ganzheitliche neuromuskuläre Funktionsdiagnostik beruht im Wesentlichen auf der Erkenntnis des amerikanischen Chiropraktikers Dr. G. Goodheart, dass aus der Reaktion von Muskeln auf gezielt gesetzte Reize funktionelle Störungen im strukturellen, chemischen (metabolisch, allergisch, toxisch) und emotionalen Bereich gefunden, diagnostiziert und behandelt werden können. Haupteinsatzgebiete der funktionellen Myodiagnostik im Bereich der Zahnmedizin ist die Testung dentaler Materialien auf Verträglichkeit, die Fokussuche bei nicht radiologisch nachweisbaren Läsionen, Zusammenhänge von auf- und absteigenden orthopädischen Problemen bei cranio-mandibulären Dysfunktionen und die gezielte orthomolekulare Substitution von Spurenelementen und Vitaminen bei Parodontitis.
Auf diese Weise wird die FMD zu einer unentbehrlichen diagnostischen Methode in jeder ganzheitlich arbeitenden Zahnarztpraxis. Als „gemeinsame Sprache“ ist die FMD auch in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit den verschiedensten medizinischen und manuellen Fachrichtungen optimal geeignet.
Mit dem Ziel der medizinischen Netzwerkbildung in gemeinsamen Kursen ist diese Ausbildung auch angelegt für Allgemeinmediziner, Fachärzte , Physiotherapeuten, Heilpraktiker und Osteopathen, um Funktionsketten als Ursache von Erkrankungen zu erkennen und diese dann interdiziplinär erfolgreich zu behandeln.
Die Referenten sind ausschließlich geprüfte Lehrer der FMD - Gesellschaft und verfügen in ihren Schwerpunktpraxen über langjährige Erfahrung im Einsatz der FMD. Die gesamte Ausbildung ist mit einem offiziellen Diplom der österreichischen Ärztekammer und der österreichischen Zahnärztekammer anerkannt und umfasst insgesamt 204 Ausbildungsstunden.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der FMD – Gesellschaft unter www.funktionelle-myodiagnostik.com sowie der Deutschen Ärztegesellschaft (DÄGAK) unter www.daegak.de.

Einführung

Kursziel:
Ziel dieses Einführungsseminars ist es, die Grundprinzipien der FMD zu vermitteln und die Voraussetzungen für alle weiteren Seminare zu schaffen. Die umfassenden ganzheitlichen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten der FMD erweitern das Spektrum zum Wohle jeder Praxis und ihrer Patienten.

Inhalte:

  • Die Geschichte der Untersuchungsmethode
  • Die FMD als biologisches Diagnosesystem (Triad of Health)
  • Die Grundprinzipien des Muskeltests nach Goodheart
  • Die Bedeutung der Muskeltestergebnisse hypo-, normo-, hyperreaktiv
  • FMD und das Stresskonzept nach Seyle (General Adaption Syndrom)
  • Die wichtigsten Untersuchungsprinzipien Therapielokalisation (TL) und Challenge (CH) mit Beispielen aus den Bereichen Struktur, Psyche und Chemie
  • Herd- und Störfeldtestung, Materialunverträglichkeiten, Allergien
  • Einführung in das Konzept der 7 Faktoren des Intervertebralforamens
  • Praktisches Üben des Muskeltests an folgenden Testmuskeln:
    Deltoideus, Rectus femoris, Hamstrings, Latissimus dorsi, Pectoralis major clavicularis (PMC), Pectoralis major sternalis (PMS), Piriformis

Manueller Untersuchungskurs, Manuelle Medizin 1

Voraussetzung: FMD-Einführung

Kursziel:
Funktionelle Anatomie und manuelle Untersuchungstechniken an Wirbelsäule, Becken und Extremitäten sind die Grundlagen der manuellen Medizin. In diesem Kurs finden Sie heraus, wie weitreichend sich diese strukturellen Zusammenhänge nicht nur auf unseren zahnärztlichen Bereich und besonders das Kiefergelenk auswirken, sondern auch auf die chemische und emotionale Stabilität unseres Körpers. Die Ursachen von muskulären Störungen und einfache Mobilisationstechniken, die sowohl zahnärztliche Aspekte als auch die Wirbelsäule und das Becken mit einbeziehen werden vermittelt und erlauben so allen beteiligten Therapeuten auf -und absteigende Störungen zu differenzieren.Hierdurch kann die Ganzheitlichkeit Ihrer Behandlung und damit Ihre Ergebnisse nachhaltig verbessert und die Zusammenarbeit mit den Kollegen vereinfacht werden.
In diesem Kurs festigen Sie alle bereit im Einführungskurs erlernten Inhalte und Techniken. Darüber hinaus erlernen Sie weitere Zugänge zum System Mensch und erweitern Ihr Spektrum an Testmuskeln mit denen Sie sicher arbeiten können.

Inhalte:

  • Manuelle und palpatorische Inspektion
  • Testübungen mit vielen verschiedenen Muskeln
  • Diagnostik und Therapie von Subluxationen und Fixationen an Wirbelsäule und Becken
  • Beckenfehler Kategorie I und II • Muskeltechniken

Dentale Strategie, Störfelddiagnostik

Voraussetzung: FMD-Einführung, FMD -Manuelle Medizin, FMD CMD

Kursziel:
Kursziel ist die Darstellung der Einsetzbarkeit der FMD in der auf integrative Medizin ausgerichteten Zahnarztpraxis. Ausführlich werden Themen wie Materialunverträglichkeit, Intoxikationen (insbesondere Amalgam), Herdgeschehen sowie Schwermetallbelastungen mit ihren Auswirkungen und geeigneter praktikabler Labordiagnostik dargestellt. Des Weiteren wird ein einfaches und sofort umsetzbares Screening-System für Myoarthropathien demonstriert.Auf Grund der umfassenden Einwirkung von Störungen aus dem oralen Bereich ( Materialien, Kiefergelenk, Herderkrankungen, Parodontitis etc.) auf den gesamten Körper ist dieser Kurs auch für alle anderen medizinischen Fachrichtungen wichtig.

Inhalte:

  • Geeignete Testmuskeln für die Zahnarztpraxis
  • Testung von Medikamenten und neu einzubringenden zahnärztlichen Materialien
  • Nosoden und ihre differentialdiagnostische Bedeutung
  • Testung bereits im Mund befindlicher dentaler Materialien
  • Strategie bei Focussuche und Herdtherapie
  • Zahnärztlich sinnvolle Labordiagnosik
  • Dentale Anwendungen der Neuraltherapie
  • Zahn- und Organzusammenhänge
  • Screening Kiefergelenk
  • Der neurologische Zahn
  • Strategie bei Schwermetallbelastung und Ausleitungsverfahren
  • Grundlagen der Zungendiagnostik
  • FMD -getestete orthomolekulare Substitution bei Parodontitis

Craniomandibuläre Diagnostik

Voraussetzung: FMD Einführung, Manuelle 1

Kursziel:
Das Kiefergelenk spielt eine zentrale Rolle in unserem Bewegungsapparat. In diesem Kurs werden die funktionell anatomischen und orthopädischen Grundlagen des Cranio-Mandibulären Systems und seine Auswirkungen auf den Gesamtorganismus vermittelt. Sie erlernen mittels der FMD eine interdisziplinäre Differentialdiagnose zu stellen, die entsprechenden notwendigen therapeutischen Schritte zu erkennen und einzuleiten.

Inhalte:

  • Anatomische, neurologische und orthopädische Grundlagen des Stomatognathen Systems und seine Auswirkungen auf den Gesamtoganismus
  • Inspektion, visueller Index, klinische Funktionsprüfung am Kiefergelenk
  • Palpation der Kaumuskulatur und des craniomandibulären Systems incl. Adler-Langer-Zone
  • FMD-Testung wichtiger stabilisierender Muskeln des Stomatognathen Systems (SCM, Nackenflexoren, Nackenextensoren, Trapezius)
  • FMD-Strategie: temporomandibuläre oder extratemporomandibuläre Störung?
  • FMD-Untersuchung und Therapie des Gesamtbewegungssystems:
    Allgemeine Strategie sowie Differenzierung aufsteigender und absteigender Störungen.
  • Folgen kondylärer Dislokation
  • Shock-Absorber-Mechanismus
  • Ablauf und Strategie einer Schienentherapie
Teilnahme an einzelnen Bausteinen auf Anfrage.