Refresher 2024 für Dentalhygieniker/innen: Wissen von morgen – heute!

Refresher 2024 für Dentalhygieniker/innen: Wissen von morgen – heute!

Hybridveranstaltung

Fr 08.11.2024 — Sa 09.11.2024
FOBI-PX-DH-Re-2024
2401
485,00 €
DH

Kursbeschreibung

Online Live-Seminar: Prävention und Parodontitis bei Seniorinnen und Senioren (Univ.-Prof. Dr. James Deschner)
Mit zunehmendem Alter steigt die Parodontitisprävalenz an. Seit Jahrzehnten wird kontrovers diskutiert, ob dies auf eine erhöhte Anfälligkeit der älteren Menschen zurückzuführen ist oder lediglich auf eine Akkumulation der parodontalen Gewebeverluste über die Zeit. Mit dem Altern kommt es zur Abnahme der manuellen Geschicklichkeit und Zunahme von Komorbiditäten und Medikamenten, die Einfluss auf das Parodont haben können. Eine besondere Rolle spielen hierbei neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson und Morbus Alzheimer. Andererseits kommt es mit zunehmendem Alter auch zu physiologischen Veränderungen im gesamten Organismus und somit auch im Parodont, wodurch die mikrobiell-induzierte parodontale Entzündung und Gewebedestruktion bei gleichzeitig eingeschränkter parodontaler Regenerationsfähigkeit verstärkt wird. Ziel muss es trotzdem sein, die parodontale Gesundheit bis ins hohe Alter zu fördern. Was gilt es bei solchen Patienten in der zahnärztlichen Praxis zu beachten? Handelt es sich um einen kausalen Zusammenhang zwischen Parodontitis und neurodegenerativen Erkrankungen? Und wenn ja, kann durch eine Parodontitisbehandlung die kognitive oder motorische Leistungsfähigkeit wieder verbessert werden? Hilfreiche Tipps und Empfehlungen für die parodontale Behandlung von Seniorinnen und Senioren werden in diesem Vortrag vermittelt.

Präsenz: Orale Biofilme: „Einblicke“ in Parodontitis und Peri-Implantitis (Prof. Dr. Moter)
Die menschliche Mundhöhle ist ein komplexer und vielfältiger Lebensraum für eine Vielzahl von Mikroorganismen.
Die Ätiologie parodontaler Erkrankungen wurde in den letzten Jahrzehnten intensiv erforscht, da nicht eine einzelne Spezies für die Infektion verantwortlich ist, sondern eine komplexe Bakteriengemeinschaft. Dieser hochdiverse Biofilm kann aus Hunderten von Bakterientaxa bestehen, von denen viele noch nicht kultiviert sind.
Die Rolle dieser bisher nicht kultivierten Spezies in der Pathogenese der Parodontitis ist bisher kaum erforscht. Auch die Erreger der Peri-Implantitis sind noch umstritten.
Wir nutzen die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH), um buchstäblich „Einblicke“ in orale Biofilme zu gewinnen und die Architektur des Biofilms und seine Interaktionen mit dem Wirt zu untersuchen. FISH ermöglicht gleichzeitig die Visualisierung und Identifizierung einzelner Mikroorganismen in ihrem natürlichen Lebensraum. Neben der Verteilung der Mikroorganismen auf und im Gewebe können Rückschlüsse auf das Zusammenspiel verschiedener Spezies in Biofilmen gezogen und die Interaktion der Bakterien mit den Gewebezellen untersucht werden.
So zeigten FISH-Untersuchungen von in vivo gewachsenen Biofilmen von Parodontitis-Patienten im Vergleich zu Periimplantitis-Proben deutliche Unterschiede in der Biofilm-Architektur.

Online Live-Seminar: Mundschleimhautveränderung – rechtzeitig erkennen (Dr. Dr. Jung)
Die Inspektion der Mundschleimhaut und das rechtzeitige Erkennen relevanter Veränderungen stellen eine große Herausforderung in der zahnärztlichen Praxis dar.
Das betrifft einerseits die häufigen chronischen Veränderungen, die die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken können. Im Kontext des demographischen Wandels und dem stetig größer werdenden Anteils von Patienten, die täglich mehrere Medikamente einnehmen müssen, sind zum anderen die pharmakologischen Einflüsse auf die Mundschleimhaut nicht zu unterschätzen. Jedoch insbesondere das Wissen um die Bedeutung der frühzeitigen Diagnose für die Prognose von Patienten, die an einem Karzinom der Mundschleimhaut erkranken, unterstreicht eindrucksvoll, wie wichtig die regelmäßige, systematische Untersuchung der Mundschleimhaut ist.
Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen die wichtigsten Mundschleimhauterkrankungen übersichtlich in Symptomatik und Therapie vorgestellt werden. Ein Hauptaugenmerk wird auf dem Ablauf und der Durchführung einer aussagekräftigen Mundschleimhautuntersuchung liegen.

Präsenz: Essstörungen in der Zahnmedizin – psychosomatische und zahnärztliche Aspekte der Patientenbehandlung (Miriam Ruhstorfer)
Essstörungen wie Bulimie und Magersucht treten in unserer Gesellschaft immer häufiger auf. Neben der medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung sollte die Zahn- und Mundgesundheit dieser Patientengruppe im Blick behalten werden. Das zahnmedizinische Personal kann einen entscheidenden Betrag zur Früherkennung dieses Krankheitsbildes leisten, sowie den Betroffenen durch die Behandlung erosiver Zahndefekte ein Stück an Lebensqualität zurückgeben. Der Vortrag soll einen Einblick in das psychosomatische Spektrum der Essstörungen liefern, sowie die Ätiologie und das klinische Bild erosiver Zahndefekte beleuchten. Des Weiteren soll ein Konzept zur zahnärztlichen Behandlung dieser Patientengruppe bestehend aus Prävention, Monitoring und konservierend-prothetischer Restauration aufgezeigt werden.

Präsenz: Abrechnungswissen BEMA & GOZ auf dem neuesten Stand (Frau Parlak)
Dieses Seminar bietet Dentalhygienikerinnen eine kompakte und praxisorientierte Auffrischung ihres Abrechnungswissens. Im Fokus stehen die aktuellen Beschlüsse des Beratungsforum, die Vermeidung häufiger Fehler und Strategien zur Maximierung der Kostenerstattung. Darüber hinaus werden wir die PAR-Versorgungsstrecke gemäß BEMA und GOZ detailliert durchgehen und auch das Thema PAR und Gutachten kurz besprechen.
Ideal für erfahrene Fachkräfte, die ihre Kenntnisse aktualisieren und ihre Abrechnungsprozesse optimieren möchten.

Kurstermine



Fr 08.11.24, 15:00 - 18:30 Uhr
Sa 09.11.24, 09:00 - 14:30 Uhr